Tasteninstrumente - Keyboard
Das Keyboard ist aus der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken und bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten. Durch die Art
der Bedienung, nämlich die Tastatur, ist die Nähe zum Klavier durchaus gegeben und daher auch ähnlich, dennoch
ist es ein anderes Instrument und weder das Keyboard ersetzt das Klavier, noch das Klavier das Keyboard.
Der wesentlichste Unterschied der Bedienung ist wohl der Kraftaufwand den die Finger leisten müssen wenn sie ein
Klavier erklingen lassen wollen. Dies ist bei einem Keyboard in der Regel aufgrund einer leichtgängigeren Tastatur mit
weniger Anstrengung verbunden. Der Weg des Lernens kann sich durchaus bei beiden Instrumenten sehr gleichen aber auch sehr
unterschiedlich aussehen, je nach Ausrichtung des Lehrers und Neigung des Schülers.
Das Keyboard bietet uns, durch sein technisches Innenleben unterstützt, neben dem reinen Erlernen eines
Instrumentes, die Möglichkeit sich selbst in vielfacher Form auszudrücken. Zum Beispiel durch die mannigfaltigen
Schlagzeugbegleitungen, die auf Knopfdruck abgerufen werden können. Oder die vielen verschiedenen Klänge
(z.B.: Klavier, Orgel, Flöte, Saxophon, Gitarre aber auch Synthetische Sounds, Effekte u.ä.) die das vorher
eingeübte Lied nach eigenen Vorstellungen erklingen lassen können. Durch einen eingebauten Sequenzer
(Aufnahmegerät) kann man die eigene Interpretation auch festhalten und abhören und man kann diese Funktion auch
als Lernhilfe nutzen.
Erfahrungsgemäß ist es mit fünf Jahren noch sehr früh dieses Instrument anzufangen zu erlernen.
Je nach Entwicklungsstand des Kindes kann man aber auch da schon von Lernen sprechen. Oft ist es in diesem Alter eher ein
schnuppern am Instrument, weil das eigenständige Lernen noch nicht entwickelt ist. Die Eltern sind dabei stark gefordert,
um dem Kind ohne Druck eine wöchentliche musikalische Weiterntwicklung zu ermöglichen. Da unsere Zeit als Lehrer
auf eine Halbe bis Dreiviertelstunde Unterricht pro Woche beschränkt ist, sind wir, bzw. das Kind, auf eine
Unterstützung der Eltern angewiesen, um quasi "das Wasser über die Woche am Kochen zu halten".
Es ist jedoch auch möglich, entgegen einer weit verbreiteten Annahme, dieses und auch andere
Instrumente in jedem Alter, also auch mit 40, 50, 60, usw. zu erlernen.
Zum Schluss noch ein Hinweis zum Kauf des Instrumentes: Viele Eltern kaufen ihrem Sprössling ein Keyboard
ohne Vorwissen welches Instrument eigentlich tauglich ist. Oft ist es ein "günstiges" Gerät um die
Hundert Euro, jedoch für oft nur fünfzig Euro mehr bekommt man eines, das man Musikalisch auch wirklich gut nutzen
kann.
Gemeint ist die Anschlagdynamik (Velocity):
Nehmen sie sich einen Topf und einen Löffel und hauen sie einmal kräftig auf den Topf.
Was sie hören ist ein Lauter Ton.
Schlagen sie einmal sachte auf den Topf und der Ton ist leise.
Das ist Anschlagdynamik, sie können die Lautstärke mit der Art des Anschlags bestimmen.
Dies sollte mit dem Keyboard auch möglich sein.
Ist das nicht so, dann lassen sie es lieber im Laden und legen noch ein paar Euro dazu, um ein entsprechendes
Instrument zu kaufen. Laut und Leise sind eines der wichtigsten Ausdrucksmöglichkeiten in der Musik und auch im weiteren
Leben. Gönnen sie sich und ihrem Kind diese Erfahrungsdimensionen.
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